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Nach dem Tsunami vom 26.12.2004...

zieht Evelyn Unger - Leiterin des Institut für Traditionelle Thai Yoga Massage und des Thailändischen Gesundheitszentrums Köln - Bilanz über Ihren Spendeneinsatz in Khaolak Südthailand.

Die Bungalowanlagen am Strand von Khaolak sind alle in fleißiger Arbeit neu entstanden und haben den Schuldenberg ihrer Besitzer ins unermessliche getrieben. Nun hoffen alle darauf, dass die Urlauber zahlreich wiederkommen. 

Da wir die Familien aus Khaolak privat seit fast 15 Jahren kennen und meine Kinder hier quasi aufgewachsen sind, kann uns das Lächeln vieler Thaifreunde nicht über die tiefen Traumata und zurück bleibenden Depressionen hinwegtäuschen. Ihnen bietet man Medikamente statt Therapie an, denn auch hier hat die Pharmaindustrie ein großes Monopol.

Wenn ich vor Ort bin, behandle ich viele thailändische Freunde mit Thaimassage. Sie sind sehr froh darüber, wieder zur eigenen Kaft und Energie zurück zu finden, aber leider ist dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

13.500 Euro konnten wir insgesamt sammeln und für die verschiedenen Hilfs- und Aufbauprojekte einsetzen: 

Die „School for Life“ wird in Na Nai „(„das Dorf im Reisfeld“) einem idyllischen Ort in der Nähe von Khaolak entstehen. Khaolak liegt 15 Autominuten von Na Nai entfernt und wurde am schwersten von dem Tsunami getroffen. Diese Stadt hatte auch die meisten Menschenleben zu beklagen. Da die Überlebenden nunmehr Angst vor einem neuen Tsunami haben und die „unruhigen Seelen“ der Verstorbenen, die sich nach dem Glauben der Einheimischen an der Küste aufhalten, in Ruhe lassen möchten, brauchte die School for Life ein besonderes Stück Land. Dieses Stück Land wurde in Na Nai gefunden. Es bietet mit seinem fruchtbaren Boden nicht nur Früchte und Kokosnüsse, sondern ist auch durch einen erklimmbaren Gebirgszug von der Küstenregion getrennt.
Dort siedelten sich die ersten Tsunamiopfer im Februar 2005 an. Durch die schnelle Hilfe von Herrn Niels Stolberg und der Beluga Shipping GmbH konnten dort im Rahmen einer Soforthilfe 30 Bambushütten, eine Wasserversorgung und ein Abwassersystem mit Toilettenanlagen erstellt werden. Danach wurde nach qualifizierten Partnern gesucht, die mithalfen, die School for Life zu planen und zu realisieren. Anfang Juli war es dann soweit. Es wurde mit dem Bau der ersten vier Familienhäuser begonnen, die der School for Life am 29. August 2005 feierlich übergeben wurden. Sowohl die Baumaßnahme als auch die geplante Übergabe sind Meilensteine im Leben derer, die fast ein halbes Jahr zuvor alles verloren. Jetzt sehen die Menschen wieder Perspektiven, die viele schon verloren glaubten.
Gegenwärtig sind im School for Life Projekt 90 Kinder zu Hause, die in der School for Life Chiang Mai betreut leben und auch schulisch betreut werden.

Die Kinder des Kindergartens (und ihre Erzieher) baten Evelyn Unger bei Ihrem letzten Besuch im Juli 2006 um weitere finanzielle Unterstützung. Sie gaben ihr Kinderzeichnungen mit, mit deren Spendenerlös die Ausstattung des Kindergartens mitfinanziert werden soll.

Noch fehlt es im Kindergarten am Nötigsten: Fußbodenbeläge, Möbel, Beschäftigungsmaterialien , Geld für fachlich geschulte Betreuung der hochgradig vom Tsunami und seinen Folgen traumatisierten Waisenkinder.

Aber auch die anderen Projekte sind sehr gut in den Alltag der Bevölkerung integriert worden, denn wir wollten Hilfe zur Selbsthilfe:

  • Die Frauen, die in unserem Ausbildungsprojekt zu Schneiderinnen ausgebildet wurden, haben nach der Einweihung des neuen Dorfgemeinschaftshauses in Khaolak –Khukkhak endlich genug Platz zum Arbeiten und Nähen sowie einen eigenen kleinen Laden zum Verkaufen ihrer Produkte - wie Schuhe und Badetaschen - an die Touristen. Noch können sie von dem Erlös ihre Familien nicht ernähren und erhalten monatlich noch ca. 90 Euro aus den Spenden-Mitteln des Witwenprojekts dazu gezahlt.
  • Die Fischer aus der Kooperation in Taptawan haben inzwischen ihre 23 Boote fertig gestellt und gehen auf Fang. Sie können nun schon wieder alleine ihre Familien ernähren. Die neu erbauten Häuser am Strand werden aber nur zögerlich bezogen. Gerne wären sie ins Hinterland gezogen, doch dort haben sie kein Landeigentum.
  • Und was ist aus den Thaimassagetherapeutinnen vom Marriott-Hozel in Phuket geworden? Sie wurden für ihre Art der Thaimassagebehandlungen von ihren Gästen sehr gelobt und fragen mich nach Aufbaukursen!

Evelyn Unger, März 2008

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So war die Hilfe damals:
Spendenmarathon: 28.2. - 29.3.2005

In dieser Zeit konnten 9.468,35 € von uns gesammelte Spendengelder in der Region Khao Lak-Südthailand in sinnvollen Wiederaufbau- und Hilfsprojekten und an hilfsbedürftige thailändische Bewohner von Khao Lak verteilt werden.

  • School for Life in Namkem-Baan Tung Ma-Prao
  • Taptawan Fisherboat Projekt Bangsak-Takuapa
  • Witwenprojekt Khuk Khak- Takuapa
  • Elefantencamp Khao Lak
  • Khao Lak ist wieder da!
  • Einzelschicksale der Dorfbevölkerung
  • Thaimassageausbildungskurs vom Tsunami arbeitslos gewordener Massagetherapeuten der Mandara-Spa-Wellnesskette

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"School for Life" in Namkem-Baan Tung Ma-Prao


Der Tsunami machte diese 24 Kinder zu Halbwaisen und Waisen.
Jetzt lernen sie ihr Leben neu zu meistern und wieder zu lachen.

Namkem, ein thailändisches Fischerdorf mit ehemals zehntausend Einwohnern, zwei Autostunden nördlich von Phuket gelegen, hat – nach Aussagen der Überlebenden - durch den Tsunami zweieinhalbtausend Einwohner verloren.

Die Schule des Lebens beginnt mit ersten Versuchen, die Erlebnisse sichtbar zu machen und langsam zu verarbeiten. Am Anfang steht die Bildung einer Gemeinschaft, die Liebe zueinander, die Entwicklung eines neuen Vertrauens zu sich und zu den Anderen.

" There are reasons why we are here", heißt es in einem Lied der Schule des Lebens. Wir sind hier, um ein neu geschenktes Leben zu beginnen.

Die Schule des Lebens hat eine Woche nach dem Seebeben in Namkem mit ihrer Arbeit begonnen. Ein engagiertes thailändisch-internationales Team aus Freiwilligen arbeitet vor Ort. Die Schule des Lebens erkennt den Kindern das Recht auf Glück zu, betreut sie psychosozial, bietet ihnen eine neue Heimat und eine lebensnahe Bildung.

Das Projekt will nicht isoliert arbeiten, sondern ein Netzwerk lebendiger Beziehungen bilden, das benachbarte Dörfer, Schulen, Verwandte, Freunde und Nachbarn einschließt. Es sollen Lernorte eingerichtet werden, die sich nicht an Schulfächern orientieren, sondern Wissen aus unterschiedlichen Fachbereichen vermitteln. Die Kinder werden ermuntert, realitätsnahe Problemstellungen zu meistern und nicht nur auf dem Papier zu lösen. Ein Ziel dabei lautet: Erziehung zum Unternehmensgeist. Die Schule des Lebens will einen Rahmen schaffen, der Kinder und Jugendliche anregt, auf spielerische Weise - ohne den Zwang der Existenzsicherung - unternehmerische Ideen zu entwickeln und zu erproben. So können sie sich auf spätere Situationen vorbereiten, in denen es wichtig sein wird, sich und anderen einen Arbeitsplatz zu schaffen.


Anja Unger überbringt neben einer Spende viele Spielsachen, Mal- und Bastelutensilien für die Kunsttherapie zur Tsunamiverarbeitung


Provisorische Bungalows für jeweils 2 Kinder


Die Angst vor dem "bösen" Wasser verlieren zu lernen ist
ganz wichtig, wenn man am Meer lebt.


Das kleine Mädchen fiel uns sofort auf, weil sie nicht lachen konnte,
abseits stand und Angst hatte.


Liebevoll kümmern sich 6 Pädagogen und Sozialarbeiter um die Kinder.

 

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Taptawan Fisherboat Projekt Bangsak-Takuapa

Die thailändische Regierung unterstützt alle Fischer, die eine Fischereiregistrierung hatten, bei der Neubeschaffung von Fischerbooten. Aber 50-60 % der Fischerfamilien leben seit Generationen vom Fischfang ohne je registriert zu sein.

Dieses Projekt wird von einer amerikanischen Entwicklungshilfeorganisation betreut, die seit über 20 Jahren in Thailand tätig ist, die Mentalität der Thais genau kennt und sonst in landwirtschaftlichen Projekten im Norden Thailands mitwirkt.

Es wurden 25 Fischer aus Bangsak erfasst, die keine Fischereilizenz haben. Alle 25 Fischer bauen ihre Boote gemeinschaftlich neu und reparieren vom Tsunami zerstörte Boote. Sie erhalten alle dafür einen Arbeitslohn von 3,50 € (170,-- Bath) am Tag und nach einer vorher festgelegten Reihenfolge ihr neues, komplett mit Motor, Netzen und Fischortungssystem ausgestattetes Fischerboot.
Der Projektmanager von amerikanischer Seite Herrn Walter Ridgley kümmert sich um die Organisation der Spendengelder, die Bootsbauerausbildung, die Beschaffung von registriertem Spezialholz und der Technik.



W. Ridgley-Projektmanager der amerikanischen Seite bei der Projektvorstellung.

Ein Fischer wurde als thailändischer Projektmanager eingearbeitet, der das Projekt auch organisatorisch und mit allen Vollmachten weiterleiten kann, wenn sich die Amerikaner in 6 Monaten zurückziehen. 
 


Anja Unger überbringt die Spendengelder für das neue Boot.


Der Vertrag wird vom Spendeüberbringer (Anja Unger), dem thailändischen Projektmanager und dem zukünftigen Bootsbesitzer unterzeichnet.


Gemeinschaftlich werden die neuen Boote von den Fischern selber gebaut.


Gemeinschaftlich werden die neuen Boote von den Fischern selber gebaut.

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Witwenprojekt Khuk Khak- Takuapa


Spendennüberbringer und Betroffene vor dem alten Dorfgemeinschaftshaus.

Unter der Schirmherrschaft der Gemeinde und einer Spendergemeinschaft aus Deutschland, den Niederlanden und dem "Sea Dragon" Divecenter Khao Lak wird an der Stelle des defekten alten Dorfgemeinschaftshauses, ein Ziegelbau mit mehreren Arbeitsräumen und einem kleinen Laden entstehen.

Hier werden 15 Witwen, die durch den Tsunami ihre Männer verloren haben und sonst keine Arbeitsmöglichkeit erhalten würden, zu Schneiderinnen ausgebildet und verkaufen dann perspektivisch ihre Näharbeiten an die Touristen, um ihre Familien alleine ernähren zu können. 
 


Trauerfeier in Khuk Khak für die Opfer des Tsunami.


Das Projekt wird der Dorfgemeinschaft vorgestellt.


Nur mit Unterstützung des Bürgermeisters können wir das Projekt starten.

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Elefantencamp Khao Lak

Bei größter Hitze ohne Schattendach und spärlicher Futterversorgung stehen die 4 Elefanten des Touristencamps am Straßenrand und warten auf die noch ausbleibenden Touristen.

Wir unterstützten die Elefanten mit Futter und Futtergeldspenden und buchten eine Dschungeltour, damit ihre Muskeln wieder etwas zu tun bekamen.

Am 26.12.04 rissen sie sich schon kurz vor dem Erdbeben in Indochina von den Ketten los und rannten vor den verdutzten Gesichtern ihrer Mahuts in den Dschungel, Stunden bevor der Tsunami das Land überrollte, auf dem das Elefantencamp steht.


Anja Unger (Zootierpfleger in Osnabrück) beim Füttern.


 

 

 


"Endlich dürfen wir wieder in den Dschungel, uns austoben".

 

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Khao Lak ist wieder da!

Unter Initiierung von Richard Doring vom Loose-Verlag schlossen sich 23 kleine Bungalowanlagen zu einer Aufbaugemeinschaft Khao Lak zusammen , um schnell und kostensparend ihre vom Tsunami zerstörten Bungalowresorts am Strand wieder aufzubauen.

Drei Monate nach dem Tsunami sind schon sichtbare Resultate vom touristischen Neuanfang am Strand von Khao Lak vorhanden.

Jeder wieder errichtete Bungalow schafft direkt und indirekt für 100 Menschen vor Ort eine Existenz!

Die meisten Strände von Khao Lak wurden mit beispiellosem Arbeitseinsatz aufgeräumt.


Im Cousin Resort am Bang Niang Strand wurden die ersten Bäume gepflanzt und das erste Gras wurde um den Pool herum gelegt. 
Schwimmen im Meer ist problemlos möglich, die beliebten Strandwanderungen sowieso. Viele Restaurants in Khao Lak Center sind geöffnet und abends voll besetzt.
Der Nang Thong Supermarket und viele andere Läden sind geöffnet.
Sea Dragon Divecenter macht fast jeden Tag Tauchtouren zu den Similan-Inseln.

Daher bleibe ich dabei: den meisten der Thailand-Fans, die ich über diesen Bericht erreiche, empfehle ich, einfach in diesem Jahr bzw. in der kommenden Saison, Khao Lak wieder zu bereisen!

Als normaler Tourist steht man diesen freiwillig vor Ort zufassenden Aufbau-Helfern in Nichts nach. Das möchte ich hiermit betonen! Es ist die beste und einfachste Hilfe, die jeder für die Region tun könnte. Als Tourist musst man sich nämlich auch keine Gedanken machen, was sinnvolle oder weniger sinnvolle Hilfen beim Spendengelderverteilen sind, aber man hilft dadurch ungemein viel, indem man für Khao Lak seinen nächsten Urlaub bucht!


Nach der Regenzeit grünt und blüht wieder alles im Ferienparadies Khao Lak.

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Einzelschicksale der Dorfbevölkerung

Viele Freunde und Bekannte, die seit Jahren nach Khao Lak fahren, gaben uns Fotos und persönliche Geldspenden für thailändische Familien mit, mit denen sie seit Jahren eng verbunden und befreundet sind. In tagelanger Kleinarbeit, mit der Unterstützung der Familie von Chai und Lai vom Seafood Restaurant Khao Lak, erkundeten wir ihre Schicksale und konnten viele ausfindig machen und die Gelder überbringen.

Stellvertretend dafür hier nur einige Schnappschüsse.

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Thaimassageausbildungskurs vom Tsunami arbeitslos gewordener Massagetherapeuten der Mandara-Spa-Wellnesskette

Vom 07.-19.03.2005 unterrichteten wir zur Qualitätsverbesserung der Massageangebote, auf Bitten der Geschäftsführung der Mandara-Hotelkette, eine Gruppe von 20 angestellten Massagetherapeuten, die zur Zeit arbeitslos sind durch die ausbleibenden Touristen.


Geschafft, 12 Tage harte Ausbildung haben sich gelohnt !!!

Bildmitte 2. Reihe v.u.
Evelyn Unger - Thaimassagelehrerin der International Society of Traditional Thai Yoga Massage

obere Reihe Mitte
Khun Dieter - Ausbildungsmanager der Mandara Spa Wellnesskette

rechts außen
mein Partner Charly Dümer - Lehrerassistent der Internationale Society of Traditionelle Thai Yoga Massage


 


Strenge Ausbildung ...
 


... aber klasse Massage

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ANWENDUNGEN

Massageangebote
Eine Auflistung unserer Massageangebote finden Sie auf den folgenden Seiten:
Informationen zu den Anwendungen